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Sacred 2 - Fallen Angels

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(Test) Sacred 2 - Fallen AngelsWunderschön und doch so öde...

Sacred 2 hat es vor gut ein paar Wochen in den Handel geschafft und schon gibt es wieder ein Spiel welches auch etwas länger in der Entwicklungsphase hätte bleiben dürfen. Die PC-User fühlen sich jetzt schon wieder als Beta-Tester und die Entwickler beschließen auch vor geraumer Zeit gleich einmal die Konsolenversion zu verschieben. Natürlich nur unter dem Gesichtspunkt, dass angebliche Optimierungen der jeweiligen Onlineplattformen der Grund wären.

Der Wolf im Schafpelz oder der Bugfix im Contentpatch!?
Nun aber zum eigentlichen Spiel Sacred 2 - Fallen Angels. Schon jetzt gibt es für Spieler der PC-Version einen Patch im Größenbereich von 456 MB. Dieser war gleich am Releasetag da und wurde auch frecherweise als Content-Patch tituliert. Viel neuen Content gab es aber nicht sondern ein Haufen, wie auch auf der offiziellen Seite enthaltenen Liste, Anpassungen und Verbesserungen. Kaum einen Tag später gab es auch oben drauf zu dem Patch noch einen Hotfix um in der Internetlobby aufzuräumen. Nun gibt es einen weiteren...
Anstatt den Spielern von Anfang an reinen Wein einzuschenken, schuf man lieber nette Formulierungen. Dies wirft schon anfänglich kein gutes Licht auf Ascaron und auch gar nicht auf das eigentliche Spiel.

Sacred 2 hat aber durchaus etwas zu bieten und so soll der miserable Start erst einmal kein weiteres Thema füllen. Kommen wir lieber zum Spiel.

Dem Alten treu geblieben
Sacred 2 stelle schon im Erstlingswerk ein Action-Rollenspiel dar, was schon Früher geliebt oder gehasst werden wollte. Dies wird auch im zweiten Teil ganz gekonnt fortgeführt. Hierbei waren die Entwickler recht konservativ und ließen sich auch wenig beirren um eine angepasste Spielmechanik zu realisieren. Konsequent etwas fortführen muss aber nicht heißen, dass es besser wird.
Dem Spieler stehen eine Reihe von Charakteren zur Auswahl, wobei die ungewöhnlichste Klasse der Tempelwächter sein sollte. Dieser ist eher ein Android als ein fühlendes Wesen. Anderseits gibt es aber noch klassische Figuren. Dabei eine Magierklasse innerhalb der Hochelfen.
Viele der zur Verfügung stehenden Klassen sind aber Hybiden und setzen auf mehrere Kampftechniken. So ist der Tempelwächter ein Fern und Nahkämpfer. Ihm stehen durch seine Technikkomponeten auch Laserwaffen zur Verfügung, die man in diesem doch mittelalterlichen Szenario nicht erwartet hätte.

Das Erfahrungs- und Fähigkeitssystem der Spieler und der gesamten Welt ist voll gefüllt mit verschiedenen Möglichkeiten und diversen Kombinationen. Aus dem ersten Teil bekannt sind auch die Möglichkeiten Combos aus verschiedenen Kampffähigkeiten zu kreieren. Alles im allen wirkt das ganze Erfahrungssystem jedoch überfüllt und wenig durchdacht. Es gibt einfach zu viele Dinge die unnötig erscheinen oder einfach nicht brauchbar sind. Hier hätte ganz gut entschlackt werden können, was leider nicht gemacht wurde. Zwar wirkt es Anfänglich sehr komplex und auch interessant - es bietet ja schließlich viele Möglichkeiten - jedoch zerstört sich dieses System durch zu viel Unnötiges.

Eine Welt voller Gefahren und Herausforderungen...?
Auch die gesamte Spielwelt wurde in dieses System mit eingebunden. Es könnte auf dem ersten Blick sogar praktisch erscheinen, dass die Gegner sich immer den eigenen Level anpassen. Trotzdem hat auch hier die Entwicklung, dem Spieler einfach eine Möglichkeit genommen sich den Gefahren anzupassen - schließlich macht das ja der Gegner. Es gibt sozusagen kaum eine Herausforderung auf die man sich vorbereiten muss. Irgendwie ist dies sehr schade, vor allem weil die Welt an sich sehr viele unterschiedliche Gegner, in den wirklich verschiedensten Größenausführungen bietet und doch leider keinen spielerischen Einfluss haben.
Ebenfalls sehr nervig ist es das Gegenstände ebenfalls diesem Muster folgen. Wenn etwas neues herunterfällt, ist es meistens im gleichen Level oder nur im sehr geringen Maße in einem höheren Level angesiedelt. Wirklich starke Items findet der Spieler so nicht und auch Set oder überhaupt seltene Gegenstände sind Mangelware im Spiel. Das was gefunden wird ist zwar durchaus brauchbar aber nichts überwältigendes. Ähnlich enttäuschend fällt auch der Kauf beim Händler aus. Dieser hat auch keine besseren Sachen und bietet nur Zeug an, welches sich ebenfalls an das Spielerlevel angepasst hat. Geld braucht der Spieler später so gut wie kaum noch. Tränke und vielleicht ein Pferdchen sind dann meist das was sich gekauft wird. Schön ist, dass heruntergefallene Gegenstände nicht mehr müselig angeklickt werden müssen. Durch die kommenden Konsolenapadptionen hat man hier eine Möglichkeit geschaffen, per Knopfdruck in einem bestimmten Radius alles einzusammeln. Wenn gleich das Equipment und der eigene Rucksack oftmals sehr unübersichtlich ausfällt. Hier wäre auch eine angenehme Lösung schön gewesen.



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