Geschrieben von: Oli Dienstag, den 09. September 2008 um 15:13 Uhr
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Das Gewusel im achten (!) Siedlerteil.
Seit kurzem steht der neuste Siedlerteil in den Läden und man fragt sich als Kunde und Spieler allmählich: Wie viele denn da noch kommen mögen? Vor allem das immer wieder hin und her gezerre zwischen alten und neuen Spielprinzipien erscheint mittlerweile schon als Zerreißprobe, bei den Entwicklern - oder doch eher zwischen BlueByte und Ubisoft!? Woran liegt es? Bleibt den alten Spielprinzipien doch einfach treu und entwickelt in Zukunft eine andere Reihe mit anderen Echtzeitstrategieelementen, wie es schon einige aktuellere Teile waren. Somit könnt ihr alles bedienen liebes BlueByte-Team!
Blue Byte hat es aber wieder gewagt und bringt nun mehr oder weniger ein zweites Remake von den Siedler 2 heraus. Gut, eigentlich soll es das nicht sein, vielmehr ist es ein Nachfolger von den Siedlern 2. Fragt sich nur ob es der Nachfolger vom alten Teil oder vom Remake ist!? Ja, langsam aber sicher wird es verwirrend. Zumindest baut es auf grafischer Hinsicht auf die nächste Generation, dem Remake der Siedler 2 auf. Spielerische Elemente gibt es aber größten Teils schon seit den Ursprüngen und so gibt es auch das beliebte Wegesystem wieder. (Rein von der Zählweise her ist es aber nebenbei schon das achte Siedler für PC(!?) ;) )
In Aufbruch der Kulturen hat Blue Byte aber nicht nur altes einfach aufgemotzt, so haben auch neue oder auch aus anderen Teilen wiederverwertete Spielideen ihren Weg in den neuen Teil gefunden. So dürfen Schotten, Ägypter oder Bayern wieder Opferungen verbringen um Wunder ihres Gottes zu erhuldigen. Im Spiel heißen die Bayern nebenbei einfach Bajuwaren. Grundsätzlich ist es aber das Gleiche. Ja, natürlich ist es etwas ungewöhnliches, dass es unbedingt dieser Stamm neben den Schotten und Ägyptern sein musste aber nun gut, so ist es eine interessante Mischung geworden.
Überlicherweise unterscheiden sich die Völker nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Stärken. Dabei sind die Bajuwaren das ausgewogene Volk von allen Dreien. Die Schotten sind sehr kampfstark, jedoch in der Logistik auch die schwächsten. Das Gegenteil stellen dabei die Ägypter dar. Spezielle kulturellen Eigenschaften haben alle Völker und dies auch in ihrer Wirtschaft. Wo Bajuwaren Salzbrezeln herstellen gibt es bei den Äygptern klassisch Brot. Jedoch benötigen sie im Aufbau nicht nur viel Stein, sondern auch Lehm. Daher kann schon diese einzelne Komponente, gerade in der Aufbauphase zu einem schwerwiegenden Problem werden. Mittlerweile gibt es auch keine fest vergebenen Berufe mehr. Wenn ein bestimmte Charakter benötigt wird, wie Baumfäller so schnappt er sich ein Werkzeug wie jeder anderer Beruf aus dem Hauptquartier. Wird er nicht mehr benötigt wird auch wieder ein Werkzeug frei. Jedoch kann auch hier schnell eine Knappheit produziert werden, die bei Unachtsamkeit zum Stillstand der Wirtschaft führt. Auch hier ran erkennt man als Siedler, dass wieder einige Waren zusammengestrichen wurden, jedoch anderes hinzugekommen ist. Wo Sägen, Hämmer oder Angeln nun Werkzeuge sind, gibt es wieder Edelsteine, Salz oder Brezeln.
Der Militärpart wird auch im Siedler 2 Universum erweitert und so gibt es neben Nahkämpfern auch Bogenschützen, welche zwar schneller rekrutiert sind, jedoch auch gegen einem nahendem Nahkämpfer sehr wehrlos niedergemetzelt werden. Auch Katapulte sind wieder enthalten, jedoch genauso wie aus dem klassischen Teil 2. bekannt. Diese sind wieder nur stationär zu errichten und können daher nur einen festen, wie begrenzten Bereich abdecken.
Die Missionen im Kampagnen-Modus sind nicht unbedingt das gelbe vom Ei - da hat der Siedlerfan durchaus schon besseres gesehen, vor allem bei der Anzahl von einem guten Duzend erinnert es doch eher an eine Zusatzerweiterung. In älteren Teilend er Serie wurden für jedes Volk schon fast so viele Missionen erarbeitet. Zumindest sind diese Missionen aber nicht die schlechtesten. So wird gerade auch vom eingebauten Opferungssystem ganz gut Gebrauch gemacht und sind ein wichtiger Stein vom ganzen, um gewinnen zu können.
Der wohl größte Fehlgriff war eindeutig die Story, die
Wo die letzten Teile noch relativ Ernsthaft waren kommt es hier einen so vor, haben sie das nächst Beste gegriffen was es gab. Mit ein Schuss versuchter Witzigkeit wirkt es aber eher lächerlich. Im Grunde geht es um den olympischen Gedanke, einem erzürnten Gott und die Aufgabe der Menschheit, ein ordentliches Olympia abzuhalten. Wenn dies nicht gelingen sollte, gibt es eine kleine Apokalypse. Sicherlich ist es eine geschmackliche Frage und viele werden diesem Treiben sogar noch etwas abgewinnen können. Den meisten alten Siedlern dürfte es aber etwas auf den Magen schlagen.